Sie befinden sich hier: Kognitionswissenschaft / Neurowissenschaften
Die Neurowissenschaft ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Wissenschaften, die sich mit Nervensystemen beschäftigen. Zu diesen Disziplinen zählt die Kognitive Neurowissenschaft, die sich mit der Auswirkung neuronaler Prozesse auf kognitive bzw. psychische Vorgänge beschäftigt. Auf der Basis eines Verständnisses neuronaler Grundlagen kann man Erkenntnisse darüber erhalten, auf welche Weise Reize weiter verarbeitet werden und im Zuge dieser Weiterverarbeitung unterschiedliche Transformationen erleben, welche die Art der Speicherung (etwa im menschlichen Gehirn) beeinflussen.
Im klinischen Kontext, d.h. in der Diagnostik und Behandlung von kognitiven Beeinträchtigungen infolge neurologischer Erkrankungen, hat die Neuropsychologie ein dearart ähnliche, jedoch stärker spezialiserte Ausrichtung. Sie kann daher als ein Teilgebiet der kognitiven Neurowissenschaft betrachtet werden. Beide Gebiete zeigen Überlappungen zur Psychologie.
Methodisch greift die kognitve Neurowissenschaft auf mathematische Verfahren zurück (etwa der multivariaten Statistik), aber auch auf elektronische Geräte, etwa die funktionelle Bildgebung (funktionale Magnetresonanztomographie (fMRT)).
Ein interessantes Beispiel stammt von Miller (1994) [1], der die Hypothese vertritt, dass die zumeist schnellere Aufgabenbearbeitung bei Hochbegabten durch eine erhöhte Myelinisierung der Nervenzellen im Gehirn (und die dadurch verbesserte Aktivierungsausbreitung) zustande kommt. Hier würde man signifikante Unterschiede im fMRT erwarten können.